Einstellungen Bass?

  • Hallo Stefan,


    Du könntest Dir auch irgendwann mal einfach die Lautsprecher austauschen lassen,
    das ist kein Hexenwerk und bringt jede Menge Klang. Mein Mann hatte damals die
    Originallautsprecher vom Fiesta ausgebaut und durch hochwertigere ersetzt und
    zusätzlich Hochtöner eingebaut, das war ein riesiger Unterschied im Vergleich zu
    dem Einheitsbrei, der vorher raus kam. Da gab es weder Höhen noch Tiefen.
    Die neuen haben nicht viel gekostet, zwischen 50 und 70 Euro. Aber sie waren
    um Welten besser als die originalen.


    Genervt hat es mich, weil bei irgendeinem Stück am Anfang gar nichts raus kam,
    weil das mit so einem hellen Intro begonnen hat. Irgendwas von Manfred Manns
    Earth Band oder den Eagles oder so.

  • Hallo, entweder übersehe ich es die ganze Zeit oder es gibt wirklich keine Einstellung, in der man den Bass höher/niedriger stellen kann?


    Ich finde nur Höhen- und Tiefeneinstellungen ?(

    Die Tiefeneinstellung soll wohl den Bass darstellen, bringt aber nicht wirklich etwas. Vor meinem 2008 bin ich den 208 gefahren und war mit dem Bass und dem gesamten Klangbild ziemlich zufrieden. Im 208 hatte ich Loudness aktiviert, das Ambiente auf Personalisiert gestellt und hierbei die Einstellungen für Höhen und Tiefen auf Null belassen. Im Radiobetrieb war der Bass natürlich nicht sonderlich wahrnehmbar, aber gerade über den iPod oder auch über eine USB-Quelle war der Bass so deutlich, dass er auch spürbar war (ohne Quatsch).


    Im 2008 vermisse ich definitiv den Bass, was auch daran liegen kann, dass der Innenraum einfach größer ist. Ich habe viele Tage umherprobiert. Um den Klang halbwegs auf 208-Niveau zu bekommen, musste ich Loudness aktivieren und als Ambiente nun "Rock/Pop" wählen. Die Einstellungen für Höhen und Tiefen habe ich wieder auf Standard belassen, weil sie alles nur verschlimmbessern. Mit dem Klang bin ich jetzt fast zufrieden, auch wenn ich den Bass leider nicht mehr fühlen kann und die Mitten auch irgendwie blechern klingen.

  • Moin.


    *lufthol, das wird länger*


    Loudness ist eine Funktion, die _alle!_ Pegel etwas anhebt und soll eigentlich nur dazu dienen, bei _leiser!_ Musik das Klangerlebnis zu verbessern; das ist auch keine Erfindung von Peugeot, diese Funktion hatte ich bei allen meinen Autoradios in den letzten zwanzig Jahren, durchgängig über alle Marken hinweg (Kenwood, Pioneer, Alpine, JVC, ....).
    http://de.wikipedia.org/wiki/G…rrichtige_Lautst%C3%A4rke


    Gute Radios regeln die Loudness automatisch herunter, sobald man die Lautstärke erhöht. Passiert das nicht, verzerren schon bei mittlerer Lautstärke Höhen und Tiefen (die Mitten sind nicht so kritisch, diese werden am wenigsten durch Loudness angepasst). Im 2008 funktioniert die Regelung der Loudness übrigens prima. ;)


    Die Regelung Höhen/Tiefen im 2008 ist tatsächlich das einzige, was das Radio an Einstellmöglichkeiten hergibt. Und Tiefen == Bass.
    Wobei ich hier sagen muss, die Auswirkung einer Einstellung dort ist nicht wirklich deutlich spürbar, wobei das aber auch immer von der Quelle abhängt; die Einstellungen für Höhen/Tiefen bzw. den "Equalizer" (also die Anpassung Rock/Pop, Personalisiert etc.) werden dabei pro Quelle unabhängig gespeichert. Ich kann also für UKW-Empfang andere Einstellungen setzen wie für DAB-Empfang und die Wiedergabe vom USB-Stick.


    Zum Thema "Klang von MP3s":
    Ich habe im Laufe der Jahre all meine CDs "gerippt" und im MP3-Format auf meinem Server abgelegt. Da beim Rippen immer unterschiedliche Hardware/Software zum Einsatz gekommen ist und noch dazu die Grabbing-Parameter unterschiedlich waren, ergibt sich ein uneinheitliches Klangbild beim Abspielen.


    Soll heissen:
    Manche Titel liegen nur mit 128kbit/s. vor, während andere mit VBR oder gar fix mit 320kbit/s. vorhanden sind. Allein durch die unterschiedliche Qualität der MP3s ergeben sich also beim Abspielen schon (teils deutlich hörbare) Unterschiede - MP3 funktioniert eben nach dem Prinzip, die als "für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar zu diesem Zeitpunkt" errechneten Frequenzen zu löschen (nur so entsteht die hohe Kompressionsrate von ca. 1:10).


    Als Beispiel sei hier mal "Pile of Skulls" von Running Wild genannt:
    Die Audio-CD selbst hat schon eine eher schlechte Qualität (Rauschen, sehr hoher Klirrfaktor) und klingt generell nicht "gut", wenn man sie anhört. Da dies eine der ersten CDs war, die ich vor >15 Jahren gegrabbt habe, liegen die MP3s nur mit 128kbit/s. vor. Sich das dann noch anzutun setzt einiges an gutem Willen voraus, es klingt furchtbar "verwaschen".


    Weiterhin haben Audio-CDs immer einen anderen Lautstärke-Pegel, das fällt auch beim Abspielen an der "normalen" Stereo-Anlage auf: Manche CDs sind halt auf Stufe 4 schon zu laut, während andere auf Stufe 6 erst gut klingen. Dieser Effekt verstärkt sich durch die Kompression noch ein wenig, was dann dazu führt, das ich bei "Zufallswiedergabe" vom USB-Stick quasi bei jedem Titel die Lautstärke nachregeln muss.


    Für all diese "neuzeitlichen Problemchen" gibt es aber Lösungen, die allerdings viel Zeit und Willen voraussetzen:
    MP3Gain ist eine Software, die den Lautstärke-Pegel einer kompletten MP3-Sammlung einlesen und auf ein einheitliches Niveau einpegeln kann, dadurch sind dann alle MP3s "gleich laut" und man muss beim Abspielen nicht dauernd nachregeln. Im Netz finden sich auch weitere Tools (Magix, MP3Tune usw.), mit denen sich das Klangbild gerade älterer Aufnahmen verbessern lässt - es soll ja auch Zeitgenossen geben, die ihre Vinyl-Sammlung ins digitale Zeitalter retten wollen und vom Plattenspieler > MP3 konvertieren - das setzt zwingend die Nachbearbeitung der MP3s voraus, um Knacken, Kratzer & Co. zu beseitigen.


    Selbstredend kann man solche Software auf jedes beliebige MP3 anwenden, egal, aus welcher Quelle es stammt. Die meisten Programme bieten auch einen "Automatik-Modus" an, der nach einmaliger Kalibrierung die Anpassungen an allen MP3s entsprechend vornimmt oder z.B. für das Genre "Rock" die Einstellungen ABC nimmt und für Genre "Blues" eben XYZ.


    Beide "Tuningmaßnahmen" für die eigene MP3-Sammlung setzen aber viel Zeit voraus - man muss zwar nicht permanent am Rechner sitzen, aber der muss eben laufen und alle MP3s abarbeiten. Bestenfalls hat man die MP3-Sammlung direkt auf der internen Platte oder per USB3 am Rechner angeklemmt; per Netzwerk oder USB2 dauert es eben nochmal länger. Wer sich "audiophil" nennt, wird das aber gern in Kauf nehmen und wer nur bei einigen MP3s den Klang bemängelt, kann natürlich auch nur diese "tunen" - spart Zeit (und Nerven).


    So, und last but not least, zum Klang des JBL im 2008:
    Ich bin zufrieden - you get what you pay for. Klar, wenn man mehr investiert, kann man wesentlich mehr rausholen.
    Der Vergleich 208<>2008 hinkt übrigens, wie jeder Vergleich zwischen Schrägheck und Kombi - im Schrägheck wird der Bass durch die schräge Heckscheibe reflektiert, ingesamt sind etliche Kubikmeter weniger Luft im Fahrzeug. Daher wird ein Kombi immer "schlechter" klingen, zumindest mit solcher "Basis-Ausstattung" wie dem JBL-System ab Werk.


    Als passionierter (ehemaliger) Audio-Hifi-Schrauber war und bin ich positiv überrascht, welchen Druck der Winz-Subwoofer von JBL entwickelt, da habe ich schon weitaus größere und vor allem teurere Installationen gesehen, die wesentlich mieser klangen wie der JBL. Das ein solches System schon allein in der Regelbarkeit einem nachgekauften System wie von Faithhealer nicht das Wasser reichen, sollte aber auch klar sein. Was mir ein bisschen abgeht, ist eine vernünftige Frequenzweiche, teilweise klingen vor allem die Mitten breiig und matschig (was durchaus der mangelnden Qualität der MP3s geschuldet sein kann).


    Cheers,
    Joerg